Rechte optische Spalte
Barrierefreiheit fördern
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Barrierefreiheit ist noch immer Stiefkind
Die ÖVP Wien fordert mehr Initiative und weniger Show für die Betroffenen.
"Immer nur Broschüren mit bunt bedruckten Blättern mit Bildern zu verteilen, ist zu wenig. Die Betroffenen
wollen Taten sehen", fordert die Behindertensprecherin der Wiener ÖVP Praniess-Kastner.
Woran es nicht nur in der Bundeshauptstadt beim Abbau von Barrieren mangle, ist leicht zu erklären betont
Praniess-Kastner.
So gilt es etwa folgende Bereiche zu berücksichtigen:
- Identifizierung und Dokumentation vorhandener Barrieren
- Berücksichtigung der Barrierefreiheit bei Planung und Bau von
öffentlichen Gebäuden unter Einbeziehung von Betroffenen als
Expert/innen
- Verankerung des Prinzips der Barrierefreiheit in allen
einschlägigen Gesetzen, Verordnungen u.ä.
- Adaptierung (Abbau bestehender Barrieren und Verbesserungen bei
künftigen Planungs- und Bauvorhaben) des öffentlichen Raumes mittels Sonderbudgets
- Schaffung eines verbindlichen Kriterienkataloges zur Sicherstellung der Barrierefreiheit bei Großveranstaltungen
- Nachrüstung öffentlicher WC-Anlagen (Euro-Key-System, Ausstattung gemäß Ö-Normen)
- Bau barrierefreier Spielplätze und Parkanlagen
- Verstärkter Einsatz von Induktionsanlagen sowie von Blindenleitsystemen inkl. tastbarer- bzw. Braille-Beschriftung in allen Bereichen des öffentlichen Lebens wie Bahnhöfen, Schulen, Haltestellen,
Amtsgebäude etc.
- Verstärkter Einsatz von Hilfen für Menschen mit intellektueller Behinderung und Lernschwierigkeiten z.B. Übersetzung von Texten in leicht verständliche Sprache
All diese Maßnahmen zur Schaffung von Barrierefreiheit müssen umgehend umgesetzt werden, um die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen zu beseitigen so LAbg. Karin Praniess-Kastner .