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Linz Linien diskriminieren jährlich über 4,7 Mio. Fahrgäste

Die sehbehinderte Elfi D. erzählt: "Ich fahre täglich mit den Öffis in Linz.
Leider kann ich viele Haltestellen nur schwer finden und steige oft in die falsche Linie ein. So wie mir, geht es sehr vielen anderen blinden oder sehbehinderten Menschen, weil meist DISA bei den Haltestellen fehlt."
DISA bindet Sehbehinderte in das Informationssystem ein. So präsentierten 2004 die Linz Linien Ihre neue Errungenschaft. Eine Sprachausgabe mit Auffindesignal für Ihre Anzeigetafeln. Dieses System sollte die barrierefreie Nutzung für alle Menschen ermöglichen. Bis 2006 wurden 42 Stationen ausgestattet.
Seit 2007 fordert freiraum-europa, der Dachverband für Barrierefreiheit, vergeblich den weiteren Ausbau ein. "Außerdem muss es eine Informationsoffensive über dieses System geben, da viele ältere und behinderte Menschen es nicht kennen", so der Präsident von freiraum-europa, Dietmar Janoschek.
Fast die Hälfte der Bevölkerung lebt mit einer Sehbehinderung. Bei 5% handelt es sich um eine stärkere, nicht mehr behebbare Sehbeeinträchtigung.
Diese Menschen, die in der Regel auf öffentliche Verkehrsmittel besonders angewiesen sind, werden nach wie vor an rund 318 Haltestellen in Linz benachteiligt. Denn sie finden ohne dieses System nur sehr schwer oder gar nicht die Haltestellen, Infos werden ihnen vorenthalten und sie steigen oft in die falsche Linie ein.
Während bereits in vielen anderen Städten, z.B. in Nürnberg über 109 Haltestellen, mit dieser Sprachausgabe ausgestattet wurden, fällt in diesem Zusammenhang Linz, die Europäische Kulturhauptstadt, in die Steinzeit zurück. Es sind daher alle PolitikerInnen in OÖ aufgerufen, sich für die Beseitigung dieser Diskriminierung einzusetzen!
Druckfähige Dateien zum Download:
- Unterlage zur Pressekonferenz am 28.4.2009.pdf
- Display aus der Sicht von Sehenden.jpg
- Display aus der Sicht von Menschen mit Makula Degeneration.jpg
- Display aus der Sicht von Menschen mit Visus 0,02.jpg
- Display aus der Sicht von Menschen mit Retinitis pigmentosa.jpg
- Station aus der Sicht von Sehenden.jpg
- Station aus der Sicht von Menschen mit Makula Degeneration.jpg
- Station aus der Sicht eines Menschen mit Visus 0,02.jpg
- Station aus der Sicht eines Menschen mit Retinitis pigmentosa.jpg
- Bild Elfi D.jpg
- Bild Dietmar Janoschek im Stationsbereich.jpg
- Bild DISA mit Funksender.jpg
Die Veröffentlichung der Bilder ist honorarfrei, jedoch nur mit dem
Bildnachweis: "Bild: freiraum-europa".
Presserückfragen:
freiraum-europa
die expertInnen für barrierefreiheit
Dietmar R. Janoschek
Präsident und Geschäftsführer
A-4020 Linz, Wienerstraße 131 D
Mobil: +43 699 141 323 45
dietmar.janoschek@freiraum-europa.org
freiraum-europa ist der gemeinnützige internationale Dachverband für barrierefreies Bauen, Gestalten und Kommunikation. Wir vertreten den Europäischen Dachverband EIDD - Design for all Europe in Österreich. Haben langjährige Erfahrung, agieren in einem großen Netzwerk mit speziell geschulten ExpertInnen. Durch eine Auftragserteilung an freiraum-europa sichern Sie Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.