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Diskriminierung von Menschen mit Behinderung in Bädern

Wie wir schon vor einigen Monaten berichtet haben, wurden von vielen Bädern ihre Betriebsordnungen geändert und es wurde der Passus eingeführt, dass Menschen mit Behinderung nur noch Zutritt mit einer mindestens 18 Jahre alten Begleitperson haben. Dabei ist es irrelevant ob die Personen schon viele Jahre alleine und ohne Probleme die Bäder als Kunden aufsuchen oder nicht.

Die Annahme der Bäder, eine Person mit Behinderung könne leichter stürzen oder sich verirren und daher sei das Haftungsrisiko zu hoch Behinderten alleine das Betreten zu gestatten, ist nicht zeitgemäß. Würden diese neuen Bestimmungen genau eingehalten, müsste jedem fünften Badegast der Zutritt verweigert werden, denn darunter fallen neben Geh- und Sehbehinderten auch Personen mit Diabetes, Epilepsie, Hörgeräten, Gehörlose oder Kleinwüchsige.

Gegen diese Diskriminierung von Menschen mit Behinderung konnte freiraum-europa in vielen Fällen bereits erfolgreich vorgehen. So wurde z.b. nach einer Anzeige und einem Schlichtungsgespräch beim Sozialministerium Service die Betriebsordnung des Badezentrums der Stadt Traun, vom Gemeinderat einstimmig abgeändert und dieser Passus gestrichen und die Stadt Traun entschuldigte sich.

Außerdem steht nun im Badezentrum Traun neben einem Poollift für Menschen mit Gehbehinderung, damit diese ins Becken kommen, für blinde und sehbehinderte Menschen ein tastbares Bodenleitsystem zur besseren Orientierung zur Verfügung.

Nicht Menschen ausgrenzen sondern Barrierefreiheit herstellen, damit alle Menschen gleichberechtigt Freizeit- und Sporteinrichtungen nützen können sollte überall selbstverständlich sein und dafür wird die international tätige NGO freiraum-europa auch weiterhin kämpfen.

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