Facebook Google Plus Youtube

„freiraum-europa“ – 15 Jahre für Barrierefreiheit

Wer sich selbst aufgibt, hat schon verloren

Buddha meinte, jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen. Das gilt auch für die Entstehungsgeschichte von freiraum-europa.

In den 1990ern erlitt Dietmar Janoschek ein für viele schwer nachvollziehbares Schicksal – er erblindete etappenweise. Kein Schwimmsport mehr, kein Billardspielen mehr, Fotografieren war ein Ding der Unmöglichkeit. Dafür gab es überall Hindernisse und Barrieren.

Ich musste blind werden, um zu sehen

Die sehende Gesellschaft hat wegen alltäglicher Barrieren eine Betriebsblindheit entwickelt. Keinen Passanten stört ein aus der Wand herausragender Briefkasten oder ein ampelgeregelter Fußgängerübergang.

Für Sehende Alltagssituationen, für Menschen mit Sehbehinderung ein Hindernislauf. Diese Herausforderungen kristallisierten sich mehr und mehr zu einer Forderung nach Barrierefreiheit, die in der Gründung des Vereins „Freiraum EU – Forum für sichere menschengerechte Umweltgestaltung“, dem Vorläufer von „freiraum-europa“, seinen ersten Höhepunkt fand.

Barrierefreiheit – anders gesagt „design-for-all“

Das Sprichwort: „des einen Freud – des anderen Leid“ ist bestens bekannt. Die Problematik der Barrierefreiheit lässt sich sehr gut am Beispiel eines Randsteins beschreiben. Blinde Menschen sind froh, wenn sie sich anhand einer Gehsteigkante orientieren können. Für Rollstuhlfahrer aber stellt diese Kante ein großes Problem dar. Deswegen sieht sich der Verein als Sprachrohr für alle, die mit Behinderungen, welcher Art auch immer, zu kämpfen haben!

Hinarbeiten auf ein großes Ziel

Mit seinen Einrichtungen arbeitet freiraum-europa auf ein großes Ziel hin: den Lebensraum für Menschen barrierefrei zu machen. Das größte Hindernis auf diesem Weg sind allerdings die Barrieren in den Köpfender Menschen.

Kreative Designer und Techniker arbeiten unermüdlich an einem design-for-all. Gegenstände des täglichen Gebrauchs werden so gestaltet, dass sie jeder verwenden kann. Die Möglichkeiten der modernen Technik schaffen Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung, um noch mehr am Alltagsleben teilzunehmen. Dabei unterstützt freiraum-europa mit seinen Erfahrungen bei Entwurf und Ausführungen bzw. bietet Schulungen und Erlebnisevents an, um auch die Welt der Menschen mit Behinderung besser verstehen zu können.

Wie die jüngsten Erfahrungen mit dem Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz zeigen, ist es noch ein weiter Weg bis zur Barrierefreiheit. Jeder noch so kleine Erfolg in der Umsetzung motiviert die Mitarbeiter bei freiraum-europa und macht die Betroffenen glücklich.

Barrierefrei ist mehr als nur rollstuhlgerecht

Meist haben Architekten und Verantwortliche in Verwaltung und Politik beim Thema Barrierefreiheit nur Rollstuhlfahrer vor Augen. Anders kann es nicht erklärt werden, dass viele Bauwerke als barrierefrei bezeichnet werden, es aber gar nicht sind. So wichtig Lifte, breite Türen, stufenlose Wege und Rampen für Menschen mit Gehbehinderungen sind, so notwendig sind für sehbehinderte Menschen taktile Leitsysteme, um sich selbstbestimmt orientieren zu können. Auch wird oft auf die ca. 500.000 schwerhörigen Menschen vergessen, die auf akustisch optimierte Räume und Induktionsanlagen angewiesen sind.

 

Behinderte Kinder werden unterstützt

Auch wenn wir in Österreich auf unser soziales Netz im Vergleich zu anderen Ländern (noch immer) stolz sein dürfen, für manche Familien sind die Maschen zu groß und sie rutschen durch.

Viele Familien wurden in diesen Jahren unterstützt. Dies war durch die Spendenfreude der Bevölkerung und finanzielle Unterstützung durch Firmen möglich.

Zurück

© freiraum-europa | Alle Rechte vorbehalten