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Fachtagung Wirtschaft ohne Handicap

Fachtagung „Wirtschaft ohne Handicap – Disability als Erfolgsfaktor“

Ende des Jahres 2013 war freiraum-europa-Präsident Dietmar Janoschek als Experte und Podiumsdiskutant  auf einer Fachtagung der Wiener Organisation career moves in die Wirtschaftskammer Österreich in Wien eingeladen.

Zahlreiche Fachleute aus Wirtschaft sowie Vertreter der Wirtschaftskammer nahmen an der Tagung teil.

Career moves ist eine Online-Job-Initiative, die Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. In den letzten drei Jahren wurden über 7000 Jobs angeboten.

Die Thesen der Fachtagung

15 % der österreichischen Bevölkerung haben eine Behinderung, das sind in Österreich rund 1,2 Millionen Menschen, davon rund 630.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter – eine enorm große Zielgruppe. Da es sich dabei um 15% der ArbeitnehmerInnen, 15% der Lehrlinge, 15% der StudentInnen und natürlich auch 15% der potentiellen KundInnen handelt. Die demographische Entwicklung, die Alterung der Gesellschaft, wird diese Gruppe und ihr wirtschaftliches Potenzial weiter wachsen lassen.

Auf der 1. Österreichischen Fachtagung „Wirtschaft ohne Handicap – Disability als Erfolgsfaktor“ haben UnternehmerInnen und ExpertInnen Erkenntnisse gewonnen und mögliche Maßnahmen herausgearbeitet, wie das wirtschaftliche Potenzial von Menschen mit Behinderung besser genützt werden kann.

Fakten sammeln und informieren

  • Disability Performance: Unternehmen müssen sensibilisiert werden. Ängste und Unsicherheiten müssen aufgegriffen und besprochen werden, ManagerInnen und MitarbeiterInnen müssen über Rechte und Pflichten, eventuell auch Fördermöglichkeiten informiert werden. Dadurch wird das Thema „Beschäftigung und Behinderung“ im ganzen Unternehmen transparent und für alle zugänglich.
  • Faktensammlung und Beratung: Sollten noch Informationen benötigt werden, können diese bei BeraterInnen und ExpertInnen jederzeit eingeholt werden.
  • Offene Kommunikation: Ein offener, unbefangener Umgang und offenes Diskutieren über Stärken, Schwächen und eventuelle Problempotentiale tragen zu einem unbefangenen Umgang mit dem Thema bei.
  • „Disability Confidence“: Wer den Einfluss von Behinderung auf MitarbeiterInnen und KundInnen, Produkte und Dienstleistungen erkennt, kann unmittelbare Vorteile für sein Unternehmen nutzbar machen und in einer „Disability Confidence Checkliste“ darstellen

Potenzialorientiertes Recruiting

  • Fokus auf Stärken und Potenziale: Die potenzialorientierte Beschäftigung mit dem Thema wirkt stärkend auf das Recruiting im Allgemeinen.
  • Hindernisse beseitigen: Hürden wie z.B. nicht barrierefreies Online-Recruiting schließen viele potenziell geeignete BewerberInnen aus.
  • Arbeitsassistenz: Um Menschen mit Behinderung und Unternehmen den Arbeitseinstieg erstgenannter zu erleichtern, gibt es FachexpertInnen, die operativ vor Ort Probleme lösen können.

Neue KundInnen und Absatzmärkte ansprechen

  • Early Mover Advantage: Ein wachsender, bisher unerschlossener Markt erleichtert Wachstum von Umsatz und Marktanteil.
  • Marktlücken nützen: Wer neue Angebote für Menschen mit Behinderung oder ältere Menschen schafft, verschafft sich einen Vertriebsvorteil.
  • Markenloyalität: 1,2 Millionen Menschen mit Behinderung können treue KundInnen werden und als MultiplikatorInnen wirken.
  • Einbindung von MitarbeiterInnen mit Behinderung bei der Entwicklung von barrierefreien Produkten und Dienstleistungen. Denn sie sind als Selbstbetroffene ExpertInnen in Sachen Barrierefreiheit.
  • Barrierefreiheit: Überprüfung der Produkte und Dienstleistungen auf ihre Zugänglichkeit, um diese Zielgruppe ideal zu erreichen.

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