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Janoschek bei Siemens-Veranstaltung

Globale Führung - globale Verantwortung

Am 8.4.2014 fand bei der Siemens AG in Linz eine Veranstaltung zum Thema „Globale Führung, globale  Verantwortung“ statt. Diese widmete sich den Herausforderungen international tätiger Unternehmen  in Sachen Nachhaltigkeit.

Dr. Josef Kinast, Vorstandsdirektor der Siemens-Niederlassung in Linz, gab einen Überblick über die Ausrichtung und auch die Werte, die im Konzern gelebt werden: Verantwortung – Exzellenz -  Innovation. Siemens ist auf allen Kontinenten vertreten, wobei 12.300 MitarbeiterInnen bei Siemens Österreich beschäftigt sind. Im lokalen Kontext wies Dr. Kinast auf die hohe Wertschöpfung oberösterreichischer Unternehmen hin. Das Industrieland Oberösterreich ist großteils exportorientiert, womit sich Fragen hinsichtlich der globalen Verantwortung der  Unternehmen stellen.

Zu den Grundsätzen der Siemens-Niederlassung in Linz zählt die offene Kommunikation mit Stakeholdern, Ehrlichkeit, Einbinden der MitarbeiterInnen in die Problemlösung, Förderung des  Potentials der Beschäftigten und ein gutes Arbeitsklima. Die Vielfalt der Belegschaft wird als Stärke angesehen.

Es sei essentiell, dass die Geschäftsführung die Werte vorlebe, um sie unternehmensweit zu verankern, betonte Kinast. Die Arbeit in einem internationalen Konzern öffne den Blick für andere Kulturen und fördere das Verständnis für Herausforderungen in anderen Weltregionen.

respACT-Projektleiterin Theresia Tschol-Alsantali gab einen Überblick über die wichtigsten – von der EU-Kommission empfohlenen –  internationalen CSR-Standards. Sie betonte, dass nicht nur NGOs, sondern auch Investoren und Kreditgeber von Unternehmen zunehmend erwarten würden, dass diese sozial und ökologisch verantwortungsvoll handeln. Internationale CSR-Standards wie der UN Global Compact, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen oder auch die ISO26000 geben Firmen Orientierung und sorgen für eine erhöhte Glaubwürdigkeit der CSR-Strategie.

In der Diskussion am Schluss der Veranstaltung, moderiert von Brunhilde Schram vom CSR-Dialogforum, standen CSR-Standards in der Lieferkette im Vordergrund. So verpflichtet z.B. Siemens seine Lieferanten zur Unterzeichnung eines „Supplier Code of Conduct“, der beispielsweise Kinderarbeit verbietet oder eine faire Bezahlung von ProduktionsmitarbeiterInnen vorschreibt.

An der Veranstaltung nahm auf Einladung der Wirtschaftskammer auch freiraum-europa-Präsident Dietmar Janoschek teil, der einige interessante Gespräche führen und Kontakte knüpfen konnte.

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