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Klingel + Rampe ≠ Barrierefrei

Die Stifts-Apotheke in St. Lambrecht (Steiermark) ist nicht barrierefrei – das urteilte jetzt der Verwaltungsgerichtshof. Diese vermeintliche kleine Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für die gesetzliche Verpflichtung Barrierefreiheit in allen Unternehmen umzusetzen.

Alle Unternehmen und Organisationen sind gesetzlich zur Barrierefreiheit verpflichtet. Was das genau bedeutet? Gebäude, Geschäfte, Freiflächen, Webseiten, Produkte und Dienstleistungen müssen für alle Menschen – ohne fremde Hilfe – zugänglich und nutzbar sein. Um diese Auflagen zu erfüllen, hat der Betreiber der Apotheke in St. Lambrecht eine kleine Tafel samt Glocke neben dem Eingang angebracht. Läutet ein gehbehinderter Kunde, wird ihm eine Rampe aufgebaut.

Die Bezirkshauptmannschaft Murau erteilte dieser Lösung eine Absage, gegen diese der Apothekenbetreiber beim Verwaltungsgericht Berufung einlegte. Aber auch dieser hat nun geurteilt: nicht barrierefrei! Im weitesten Sinn stelle diese Lösung sogar eine Diskriminierung dar, sind sich ExpertInnen sicher.

Also, merke: Klingel + Rampel ≠ Barrierefrei!

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