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Pflegefond bis 2021 verlängert

Im Nationalrat wurde mit einer breiten Mehrheit die Verlängerung des Pflegefonds bis 2021 beschlossen. Um Länder und Gemeinden zu entlasten, beteiligt sich auch in den nächsten Jahren der Bund an der Finanzierung der Pflege.

Nicht nur, dass die Verlängerung des Pflegefonds bis 2021 im Nationalrat beschlossen wurde, auch werden die Mittel schrittweise von 350 Millionen auf 417 Millionen Euro erhöht.

Zur gemeinsamen Förderung der 24-Stunden-Betreuung und zum Ausbau von Hospiz- und Palliativversorgung wird der Bund weiter seine Zuschüsse leisten.

Mehr Geld für Hospiz- und Palliativversorgung

Insgesamt sollen in den nächsten Jahren jeweils 18 Millionen Euro zusätzlich in die Hospiz- und Palliativversorgung fließen. Der Bund, die Länder und die Sozialversicherungsträger übernehmen jeweils ein Drittel der Kosten. Zum Pflegefonds steuert der Bund weiterhin zwei Drittel bei. Trotzdem: Seit Einführung des Pflegegeldes hat der Zuschuss 30 Prozent seines Wertes verloren. Der Grund?

Pflegegeld ist dennoch weniger wert

„Der Zugang zu den Pflegestufen eins und zwei wurden immer weiter erschwert. Außerdem wird das Pflegegeld nicht an die Inflation angepasst“, weiß Dietmar Janoschek, Präsident der NGO freiraum-europa. Die Weiterführung des Pflegegeldes und die Erhöhung der Ausgaben für die notwendigen Versorgungseinrichtungen sehe er allerdings als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. „Bei den BezieherInnen des Pflegegeldes reden wird von den Ärmsten der Armen. Eine Anpassung ist deshalb noch heuer dringend notwendig“, fordert Janoschek, der Präsident der Interessensvertretung für Menschen mit Behinderung.

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