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Welche Rechte haben Menschen mit Behinderung bei Flugreisen?

Im Winter einmal schnell in den Süden fliegen? Dem tristen Wetter entkommen und Silvester in einem fernen Land feiern? Diesen Traum verwirklichen sich viel. Aber wie sieht es mit den Rechten aus, die Menschen mit Behinderungen bei Flugreisen haben? Immer wieder liest man in Medienberichten, dass der Transport von Hilfsmittel verweigert wurde, der Blindenhund nicht mitfliegen durfte, und, und, und… Wir haben für dich einen Überblick deiner Rechte zusammengestellt.

Die nachfolgenden Regelungen gelten für alle Flughäfen in der EU, Island und Norwegen, sowie für Fluggesellschaften mit Sitz in diesen Ländern. Können Menschen mit Behinderung ihre Rechte nicht selbst durchsetzen, erhalten sie in grenzüberschreitenden Fällen kostenlose Unterstützung beim Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren.

  • • Gemäß der EU-Fluggastrechteverordnung 1107/2006 sind Menschen mit Behinderung und eingeschränkter Mobilität berechtigt, medizinische Geräte kostenlos mitzuführen. Darüber hinaus muss die Fluggesellschaft den Transport von Hilfshunden und Mobilitätshilfen, wie zum Beispiel Rollstühlen, gewähren – ebenfalls kostenlos. Generell gilt: Zwei „Hilfsmittel“ fliegen kostenlos mit.
  • • Menschen mit Behinderung steht ein „Rundum-Service“ zu, d.h. sie sollten an der Information abgeholt, zum Check-in gebracht und durch sämtliche Kontrollen begleitet werden. Genauso ist beim Ein- und Ausstieg sowie am Ankunftsflughafen zu helfen. Fluggesellschaften müssen dafür Sorge tragen, dass Betroffene ihren Anschlussflug erreichen oder zum Bus bzw. Taxi gelangen. Wenn notwendig, muss auch beim Tragen des Gepäcks geholfen werden.
  • • Flugreisende, die den Betreuungsservice in Anspruch nehmen möchten, sollten dies aber mindestens 48 Stunden vor Abflug bei der Fluggesellschaft oder dem Reiseveranstalter anmelden. Bietet der Flughafen die erforderliche Hilfestellung nicht an, sollten Konsumenten die Flughafenleitung kontaktieren. Bei Problemen, sei es mit dem Flug, dem Gepäck oder dem Check-in von Mobilitätshilfen, ist grundsätzlich immer die Fluggesellschaft zur Verantwortung zu ziehen.

Das Europäische Verbraucherzentrum informiert bei Fragen zur Ihren Rechten als Passagier mit eingeschränkter Mobilität unter www.europakonsument.at.

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